Forschung und gestalterische Entwicklung

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Forschung und gestalterische Entwicklung an der MD.H

Die Mediadesign Hochschule fördert Forschung und gestalterische Entwicklung, um nicht nur dem Lehrauftrag, sondern auch ihrem Selbstverständnis als Ort der wissenschaftlichen und künstlerischen Entwicklung und des Austauschs gerecht zu werden. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem Transfer der Resultate in das theoretische und praktische Wissen der Studiengänge, die an der Hochschule gelehrt werden.

Die MD.H fördert insbesondere Forschungsprojekte, die den Grundsätzen der Innovation, Interdisziplinarität, Aktualität und Relevanz, Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion, sowie der Internationalität folgen.

Um diesen Grundsätzen gerecht zu werden, kooperiert die Hochschule mit nationalen und internationalen Hochschulen, u.a. im Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Brasilien und China. Weiterhin beteiligt sich die Hochschule an gemeinschaftlichen Projekten mit der Industrie und privaten Forschungsinstituten.

Die Zielsetzung der Forschung und gestalterischen Entwicklung an der MD.H ist also eine Stärkung der jeweiligen Designdisziplinen, um für sie relevantes Wissen zu vermehren und damit die Qualität der Lehre zu steigern. Letztlich möchte die Hochschule damit auch einen Beitrag zum Gemeinwohl der Gesellschaft leisten.

 

Ausgewählte Forschungs- und Gestaltungsprojekte 2020-2022

Nachhaltige Strategien für äthiopisches Design inDeutschland 

Prof. Claudia Schwarz (Fashion Business)

Prof. Schwarz Forschungsprojekt mit dem Titel „Nachhaltige Marketing- und Internationalisierungsstrategien für äthiopisches Design auf dem deutschen Markt“ verbindet Grundlagenforschung im Bereich nachhaltige internationale Wertschöpfungsketten mit praxisorientierten Vorhaben. In diesem Projekt wurden binationale Handelsbeziehungen in der Bekleidungsbranche aufgebaut und untersucht. Außerdem verfolgten die Partnerinstitutionen mit dieser Kooperation das Ziel, den Bekanntheitsgrad der äthiopischen Textil- und Modebranche in Deutschland zu vergrößern. Nachhaltige und traditionelle Herstellungsmethoden äthiopischer Modeschaffender sollten effektiv mit den Anforderungen und der Nachfrage auf dem deutschen Markt verbunden werden.

Das Projekt wurde im Rahmen ASA-Hochschule global, einem entwicklungspolitisches Lern- und Qualifizierungsprogramm der Engagement Global gGmbH angeboten, das größtenteils vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird. Partnerinstitution des Projekts war die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ Addis Abeba. Die Stipendiaten aus Deutschland und Äthiopien wurden in einem kompetitiven Verfahren ausgewählt. Die Forschungsmethoden umfassen sowohl qualitative empirische Methoden wie leitfadengestützte Interviews, als auch tiefe Sekundäranalysen bestehender Literatur.

Als Abschluss folgte die Konzeption eines Workshops für lokale äthiopische Modeschaffende, in dem relevantes Wissen für die Internationalisierung vermittelt wurde. Die Forschungsergebnisse werden zudem in Form eines Papers veröffentlicht und fanden Eingang in die Seminare von Prof. Schwarz. Letztlich wurde auch eine Bachelorarbeit mit dem Titel „Integrationsmaßnahmen für das lokale äthiopische Kunsthandwerk innerhalb der Supply Chain“ auf der Grundlage des Projekts erfolgreich umgesetzt. 

 

 

Dress Code. Das Spiel mit der Mode

Prof. Nicole Süß (Fashion Design)

 

Im Projekt „Dresscode - Das Spiel mit der Mode“ hat Prof. Süß in Kooperation mit der Bundeskunsthalle Bonn für die gleichnamige Ausstellung kuratorisch und als Autorin gewirkt. Die Ausstellung beschäftigte sich mit den Regeln und Vorgaben der Mode, sowie ihren Implikationen für soziale, berufliche oder ethnische Gruppen. Spielerisch hinterfragt die Ausstellung den Umgang mit Kleiderordnungen und tradierten Kodierungen. Sie beleuchtet mit unterschiedlichen Fragestellungen die internationale Mode als Spiegel von Gesellschaft und Individuum. Themen, wie Authentizität oder Markenfetischismus werden mit Exponaten von Keizo Motoda, Tom Sachs, Cindy Sherman, Oliver Sieber, Juergen Teller oder Kyoichi Tsuzuki in einen Dialog inhaltlich systematisiert und visualisiert.

Prof. Süß hat für den Audioguide zur Ausstellung kuratorisch gearbeitet und neben Hintergrundrecherchen zu den Exponaten auch inhaltliche Orientierung für die Autorin des Guides gegeben. Zudem hat sie die Sektionstexte der Ausstellung recherchiert, ausgearbeitet und erstellt.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind in das Praxisseminar „Entwurfsprojekte“ im Studiengang Fashion Design eingeflossen. Studierende haben sich mit Formen des Dress Codes theoretisch auseinandergesetzt und die aktuelle Bedeutung dieser Codes speziell im Hinblick auf die Pandemie praktisch in Projektarbeiten reflektiert.

 

Designing with Artificial Intelligence Konferenz und Proceedings

Prof. Dr. Sebastian Löwe (Design Management)

Maschinell intelligente Systeme sind schon lange keine Science Fiction mehr. Uns umgibt als Nutzerinnen bereits eine überwältigende Vielzahl von intelligenten Anwendungen, die sich organisch in die Userinnen-Experience digitaler Produkte integrieren, Handlungsabläufe beschleunigen, Entwurfsprozesse unterstützen und sogar richtungsweisend beeinflussen. Diesem oftmals für die Nutzerin unbemerkten Prozess in der Gestaltungspraxis steht eine auffallende Leerstelle in der design-zentrierten akademischen Diskussion von anwendungsorientiertem KI-basiertem Design gegenüber.

Die Konferenz „Designing with Artificial Intelligence“ (dai) ging Fragen nach, die sich aus der Gestaltung von, für und mit Machine Learning-Algorithmen und Assistenzsystemen ergeben, etwa wie sich Aufgabe, Rolle und Verständnis von Gestalterinnen erweitern, wenn die Maschine Gestaltungsentscheidungen übernimmt und nicht nur passives Gestaltungswerkzeug ist. Was passiert, wenn Prognosen über persönliche Vorlieben, Gewohnheiten und Nutzerverhalten wesentlicher Teil der Userinnen-Experience werden oder wenn der Begriff und die Praxis dessen, was man Kreativität nennt, grundlegend verschoben wird?

Um diese Fragen zu beantworten, trafen sich im Rahmen der dai im September 2020 Designerinnen, Design-Managerinnen und Design-Theoretikerinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft im virtuellen Konferenzraum. Neben der akademischen Diskussion unterstützte die dai auch experimentelle gestalterische Formate. Der Sammelband der Konferenz steht als Online-Dokument kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Download-Link:
https://www.designing-artificial-intelligence.eu

 

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