Kein anderer Künstler revolutionierte die Fotokunst so sehr wie der Düsseldorder Becher Schüler Andreas Gursky. Er lehrt uns durch seine Bilder eine völlig neue Art des Sehens. Realität und Fiktion verschwimmen. - Müssen wir sie trennen um zu begreifen?
Gurskys Bilder verlangen absolute Aufmerksamkeit, ein flüchtiger Blick reicht da lange nicht aus. Er bezeichnet sich nicht als Dokumentarfotograf, mehr als Komponist. Vieles, was uns das Motiv zeigt ist real, Gursky komponiert paralell Realitäten ineinander und kreiert so eine neue Form des Wahrnehmens.
Abb. VII: Rhein II 1999, C-Print, 206 x 356 x 6,2 cm. Katalog Bankok, Seite 33
Die Aufnahme entstand als zweite und größte einer Serie von sechs Bildern des Rheins. Unter bedecktem Himmel fließt der Rhein horizontal zwischen grasbewachsenen Deichen. Unter dem vorderen Deich ist ein asphaltierter Fahrrad- und Fußweg zu sehen. Das ursprünglich mit abgelichtete Kraftwerk Lausward und weitere Hafenanlagen im Hintergrund sowie eine Person im Vordergrund, die ihren Hund ausführt, wurden von Gursky digital entfernt. Aufgenommen wurde das Bild vom Deich an der Rheinallee in Düsseldorf-Oberkassel zwischen der Walkürenstraße und der Hectorstraße. Er ließ das Bild im C-Print-Verfahren in einer Größe von 185,4 × 363,5 cm ausbelichten und mit der Bildseite auf Acrylglas montieren. http://de.wikipedia.org/ wiki/Rhein_II, 03.04.2013 Dieses Foto erzielte bei einer New Yorker Auktion den Preis von 3,1 Millionen Euro und ist somit, das momentan teuerste Foto der Welt.